Ferien in Zeiten mit dem Virus

Seit fast drei Wochen sind die Schulen geschlossen und die Osterferien stehen vor der Tür. Dieses Mal werden Schüler, Eltern und Lehrer mit gemischten Gefühlen auf die Ferienzeit schauen.
Herrscht sonst am letzten Schultag freudiger Trubel mit herzlichen Umarmungen und lautem Rufen auf den Schulhöfen, wird es diesmal still und ruhig sein. Leere, stille Schulhöfe, daran mussten wir uns schon vor den Ferien gewöhnen.
Für die Betroffenen bieten die Ferien dieses Mal nicht die gewohnte Abwechslung, die verdiente Auszeit vom lauten Schulalltag, den vollen Arbeitstagen. Keine Reisen in ferne Länder, kein „Abhängen“ mit Freunden, keine Besuche im Schwimmbad oder Klettergarten, kein Besuch bei Verwandten, …
Schüler, Eltern und Lehrer sollen weiterhin zu Hause bleiben. Zuhause bleiben heißt die Parole auch für alle anderen Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt.
Nachdem schon einige Wochen in der freiwilligen Zurückhaltung vergangen sind, sind wir alle aufgerufen weiterhin durchzuhalten. Dies ist nicht immer leicht, schließlich sind viele von uns aktuell kerngesund und zählen nicht zu den Risikogruppen. Doch gerade zum Schutz der Mitbürger, aus Rücksicht auf die Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen gefährdet sind, gelten die Regeln für das Kontaktverbot auch in der Ferienzeit weiter. Dies wird eine große Herausforderung, vor allem, wenn die Temperaturen steigen und das Wetter zu langen Aufenthalten im Freien einlädt.
Die klare Bitte unserer Kanzlerin sowie die aufgestellten Verordnungen der Landesregierung und unserer Stadt sind eindeutig: Bleiben Sie zu Hause. Je eher und mehr wir uns disziplinieren, desto schneller haben wir alle gemeinsam die Chance auf die Rückkehr zur Normalität. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die schon seit der Gültigkeit des Kontaktverbotes konsequent ihre Sozialkontakte reduzieren und so viel wie möglich Zeit zu Hause verbringen.

Wie kann der Tag nun gefüllt werden, wenn nicht einmal mehr „homeschooling“ angesagt ist?
Wann haben Sie das letzte Mal darüber nachgedacht,
• einen handgeschriebenen Brief an Freunde, Familien, ferne Bekannte zu schicken?
• ihre Handarbeitssachen aus dem Keller zu holen und wiedermal zu Nähen oder zu Stricken?
• endlich Ordnung zu schaffen im Keller, auf dem Dachboden oder in den Schubladen im Schrank?
• sich ehrenamtlich zu engagieren bei Hilfsdienten oder Hilfsorganisationen? Aktuell brechen vielfach langjährige, tatkräftigen Helfer weg, weil sie selbst zur Risikogruppe gehören.

Wann haben Sie in der Vergangenheit die Zeit gefunden,
• die Natur bei den täglichen Spaziergängen so bewusst wahrzunehmen?
• gemeinsam mit der Familie zu kochen?

Haben Sie schon einmal Kniffel mit Freuden und Verwandten im Rahmen einer Skype-Konferenz spielt?

Die kommenden Wochen bieten die Möglichkeit sich auf andere Weise zu beschäftigen.

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